Schaut man sich die Wohnungsmärkte der deutschen Großstädte an, wird einem schwindlig. Die steigenden Einwohnerzahlen der Städte lassen auch die Mietpreise ordentlich in die Höhe schießen. Was vor ein paar Jahren noch halbwegs erschwinglich war, ist jetzt in so weite Ferne gerückt, dass einem Bilder von der Zeltstadt in Tel Aviv in den Sinn kommen.
Wo im Osten von Deutschland eher die Leute wegziehen und die Mieten günstiger werden, merken Metropolen wie Berlin, Hamburg und München eher den enormen Zuwachs der Einwohnerzahl. Ganz vorne als teuerstes Pflaster des Landes steht München an der Spitze und soll in den kommenden Jahren nochmal deutlich mit 12% an Wachstum zu legen.
Mittlerweile ist die Vorstellung, in München auch ohne einen Makler eine Wohnung zu ergattern, nur noch ein Traum und die Mietpreise schossen letztes Jahr mit 11,90 Euro pro Quadratmeter in absolut absurde Höhen. Man muss bedenken, dass zum Beispiel in Chemnitz die Mieten sanken und die Wohnungen mit 4,60 Euro pro Quadratmeter weniger als die Hälfte verglichen mit der bayrischen Hauptstadt kosten!
Lustigerweise verändern die hohen Mietpreise nicht die Sehnsucht nach dem wilden, aufregenden Leben in der Stadt. Ganz im Gegenteil, Stadtviertel wie der Prenzlauer Berg in Berlin oder das Glockenbachviertel in München boomen richtig und die Leute stehen buchstäblich Schlange, um eine Wohnung in diesen Szenevierteln zu ergattern. Auch immer mehr Familien frönen dem Großstadtleben und ziehen ihre Kinder hier groß. Anscheinend ist es nicht mehr en Vogue, sich sein behagliches Nest in den Vorstädten zu bauen und ein friedliches, bodenständiges Dasein mit der Familie zu berleben.
So können wir den steigenden Preisen beim explodieren zu sehen und uns nur nach unserer Traumwohnung mit Erkerfenster sehnen.











