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Es ist eine Frage des Preises

18 Jan

 

Schaut man sich die Wohnungsmärkte der deutschen Großstädte an, wird einem schwindlig. Die steigenden Einwohnerzahlen der Städte lassen auch die Mietpreise ordentlich in die Höhe schießen. Was vor ein paar Jahren noch halbwegs erschwinglich war, ist jetzt in so weite Ferne gerückt, dass einem Bilder von der Zeltstadt in Tel Aviv in den Sinn kommen.

 

Wo im Osten von Deutschland eher die Leute wegziehen und die Mieten günstiger werden, merken Metropolen wie Berlin, Hamburg und München eher den enormen Zuwachs der Einwohnerzahl. Ganz vorne als teuerstes Pflaster des Landes steht München an der Spitze und soll in den kommenden Jahren nochmal deutlich mit 12% an Wachstum zu legen.

 

Mittlerweile ist die Vorstellung, in München auch ohne einen Makler eine Wohnung zu ergattern, nur noch ein Traum und die Mietpreise schossen letztes Jahr mit 11,90 Euro pro Quadratmeter in absolut absurde Höhen. Man muss bedenken, dass zum Beispiel in Chemnitz die Mieten sanken und die Wohnungen mit 4,60 Euro pro Quadratmeter weniger als die Hälfte verglichen mit der bayrischen Hauptstadt kosten!

 

Lustigerweise verändern die hohen Mietpreise nicht die Sehnsucht nach dem wilden, aufregenden Leben in der Stadt. Ganz im Gegenteil, Stadtviertel wie der Prenzlauer Berg in Berlin oder das Glockenbachviertel in München boomen richtig und die Leute stehen buchstäblich Schlange, um eine Wohnung in diesen Szenevierteln zu ergattern. Auch immer mehr Familien frönen dem Großstadtleben und ziehen ihre Kinder hier groß. Anscheinend ist es nicht mehr en Vogue, sich sein behagliches Nest in den Vorstädten zu bauen und ein friedliches, bodenständiges Dasein mit der Familie zu berleben.

 

So können wir den steigenden Preisen beim explodieren zu sehen und uns nur nach unserer Traumwohnung mit Erkerfenster sehnen.

 
 

Besser spät als nie: die Reform zur Praxisgebühr

12 Dez

So Mancheiner hat sich ja schon damals – vor sieben Jahren – gefragt, was das eigentlich soll: die Praxisgebühr!

Unter der Praxisgebühr versteht man eine Zuzahlung von 10 Euro, also das Eintrittsgeld, damit man zum Arzt gehen darf. Seit 2004 muss der gesetzlich Krankenversicherte einmal im Quartal diese Summe bezahlen, wenn er sich zum Arzt bewegt. Angestrebte Ziele waren hierbei, dass der Versicherte nicht mehr in allen möglichen Bagatellfällen zum Arzt geht, die Krankenkassen eine kurzzeitge finanzielle Entlastung haben und der Versicherte erst über die Überweisung von seinem Hausarzt weitere Fachärzte aufsucht.

Die Süddeutsche Zeitung hat sich jetzt die Frage gestellt, ob das überhaupt geglückt ist. Wahr ist, dass die Krankenkassen zusätzliche Einnahmen von ca. 2.5 Milliarden Euro haben. Zudem ist ein Rückgang von 8,7 % festzustellen. Aber man weiß nicht, ob die Leute wegen der Praxisgebühr ihre Ärzte weniger besuchen oder ob sie Bagatellfälle vermeiden. Die Krankenkassen können auf jeden Fall mit dieser beachtlichen Summe einen Teil der Leistungen bezahlen und Geringnutzer werden somit entlastet. Oder?

Naja, also die Praxisgebühr wurde vor allem eingeführt, damit der Versicherte erst einmal abgeschreckt wird. Er sollte daran erinnert werden, dass ein Arztbesuch Geld kostet. Die Süddeutsche Zeitung berichtet weiterhin, dass es viele arme Leute waren, die vor einer ärztlichen Aufsuchung zurückschreckten.

Es wird also jetzt über eine mögliche Reform der Praxisgebühr nachgedacht. Mit 5 Euro pro Quartal sollen die Krankenkassen trotzallem noch an ihr Geld kommen und unterstützt werden. Aber warum zahle ich dann eigentlich meine monatliche Krankenversicherung, wenn sie nicht einmal einen Arztbesuch abdecken kann? Wieso werden Menschen aus Geldgründen davon abgehalten, zum Arzt zu gehen, wenn sie einfach nicht wissen, was mit ihnen los ist?

Ich halte mich da an die harten Worte der SZ: es gäbe effizientere Möglichkeiten als die Praxisgebühr. „Sie ist ein fehlgeschlagenes Experiment und gehört abgeschafft.“

 
 

Gemeines Ausnutzen von Ein-Euro-Jobs

02 Dez

Sie sollen zusätzlich zu ihrem Hartz IV die Möglichkeit haben, Arbeit zu verichten. Aber nur solche, die im öffentlichen Interesse liegt. Fast 158 000 Hartz VI Empfänger polieren ihr Arbeitslosengeld durch Ein-Euro-Jobs auf. Sie helfen, die Stadt zu säubern, sind im Kindergarten als unterstützende Kräfte oder in Heimen angestellt. Nun hat sich aber herausgestellt, dass es sich meistens nicht um sogennate unterstützende Stellen handelt, die zusätzlich Aufgaben verichten sollen, sondern ganze Arbeitsstellen ausfüllen.

 

Die Ein-Euro-Jobs unterscheiden sich also nicht von herkömmlich Arbeitsstellen. So wird Schindluder mit den billigen Arbeitskräften getrieben. Denn diese bekommen in der Regel nicht mehr als 1,50 Euro die Stunde! Die Liste der Anklagen erstreckt sich nicht nur auf die Arbeitsgeber, sondern auch auf die Jobcenter, welche den Harzt VI Empfängern einfach irgendwelche Jobs verschaffen. Das hat zur Folge, dass Prüfungsgruppen des Arbeitsministeriums die Bundesagentur für Arbeit kontrollieren müssen. Seit 2008 werden also die Arbeitsweisen bei der Jobvergabe in den einzelnen Jobcentern beaufsichtigt!

 

Hartz VI ist ja immer ein großer Streitpunkt in der Politik und Ein-Euro-Jobs führen sowieso zu Streitigkeiten. Ist es wirklich gerechtfertigt, Leuten für annehmbare Arbeiten einen so geringen Lohn zu bezahlen? Dem nicht genug, jetzt bekommen Hartz VI Empfänger reguläre Stellen, die ausgebildeten Personen gehören, und der Arbeitsgeber hat geringere Ausgaben und lacht sich ins Fäustchen! Wo sind wir denn? Die Verteidigung der Bundesagentur lautet, die Bedingungen für Ein-Euro-Jobs abzuschaffen und den Hartz VI Empfängern die Möglichkeit einzuräumen,, sich wieder in die Arbeitswelt integrieren zu können! Aber ist das gerechtfertigt? Also wenn jemand 1. die gleiche Arbeit verrichtet, wie jemand der dafür eine Ausbildung auf sich genommen hat, und dafür einen nicht zu erwähnenden Betrag erhält? Und 2. Arbeitssuchende, die für die Arbeiten qualifiziert sind, die Stelle nicht bekommt, weil der Arbeitsgeber lieber jemanden hat, den er unterbezahlt an der Angel hat?

 

Zum einen soll natürlich der Einstieg in die Arbeitswelt für die Arbeitslosen leichter gemacht werden, aber wenn eigentlich alle Parteien mit leeren Händen rausgehen, frage ich mich, ob dieser Missbrauch der Ein-Euro-Jobs wirklich so gesellschaftsfördernd ist!

 

Der Mindestlohn: Eine heiße Debatte

31 Okt

Kaum zu glauben, die Nachrichten sind gesteckt voll mit kontroversen Diskussionen über den Mindestlohn. Was ist der Mindestlohn überhaupt? Er ist ein festgelegter Betrag des kleinsten und rechtlich zugelassenen Arbeitsentgeltes. Er wird bestimmt durch allgemeinverbindliche Tarifverträge. In Deutschland gibt es noch keine im Gesetzt festverankerte Regelung über den Mindestlohn, daher ist dieser brachenabhängig. Seit Jahren wird nun in Deutschland heftig gestritten, ob ein Mindestlohn nur Jobs kostet oder wirklich etwas bringt.

 

Wenn ich Mindestlohn höre, denke ich an 4,50 Euro die Stunde, wobei die Arbeit immer noch genauso hart und anstrengend ist. Ich denke an den neuen, modernen Sklavenhandel Zeitarbeitsfirma und an einen Stundenlohn, der nicht einmal im Ansatz das abdecken kann, was zu einer normalen Lebensführung gehört. Ist das gerecht? Sollte das wirklich gesetzlich festgeschrieben werden? Oder ist da noch viel mehr dahinter, als man als Laie annimmt?

Was ich aus den Diskussionen herauslesen kann, ist, dass der Staat eine ganze Menge Lohnsubventionen zahlt, damit die Friseurin mit 5,30 Euro die Stunde durch Harz IV unterstützt werden und über die Runden kommen kann. Es soll also ein Länder übergreifender Mindestlohn eingeführt werden, der nicht mehr an einzelne Brachen geknüpft ist, damit dieses ökonomische Problem gelöst wird und jeder durch seine Arbeit überleben kann. Für die Arbeitgeber bedeutet das jedoch, dass jeder – auch mit sehr geringer Qualifikation – einen Job findet. Aber haben diese Menschen nicht auch ein Recht darauf, ihre Familien zu ernähren oder sich selbst einen adäquaten Lebensstandart zu erfüllen? Man sieht also, dass diese Debatte weitreichender ist und auf grundlegende Fragestellungen zurückgeworfen wird! Denn ein höherer Mindestlohn hat zur Folge, dass die menschlichen Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzt werden oder die Produktion ist kostengünstigere Ausland verlegt wird. Und ob das so gut ist für eine niedrige Arbeitslosenzahl, ist ja wohl eher höchst fraglich!

Im November wird dieses heiße Thema von der Union bearbeitet werden: hier steht Kanzlerin Merkel auf Linkskurs. Ein Deutschland weiter Mindestlohn soll angestrebt werden, Dieser soll allgemein bindend sein, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben werden. Wird daraus jemand schlau? Es soll vor allem in den Brachen ein Mindestlohn her, in denen kein tarifvertraglich festgelegter Lohn existiert. Dieser muss sich an das Tarifniveau der Zeitarbeit halten. An den modernen Sklavenhandel so zu sagen. Man wird sehen, wie weit die Politik nächsten Monat kommt und inwiefern ein solches Abkommen durchgesetzt werden kann. Zumal die beiden Seiten nachvollziehbar sind, aber man noch keinerlei Beweise, Statistiken vorweisen kann. Ich bin gespannt!

 

Und da fliegt das Geld zum Fenster raus!

18 Okt

Deutschland hat Millionen für dieses Projekt ausgegeben und jetzt sind die Tsunami-Warnbojen nicht mal in Betrieb. Da stellt sich die Frage, ob man manche Ausgaben überdenken sollte! Denn nicht jede gute Idee wird hinreichend umgesetzt

Indonesien ist laut Wikipedia der wohl größte Inselstaat und anhand der Bevölkerung der viertgrößte Staat der Welt! Das indonesische Gebiet ist durch eine gewaltige Anzahl von Seebecken, Meerengen und Nebenmeeren gekennzeichnet. Über das Inselreich verteilt befinden sich desweiteren zahlreiche aktive Vulkane und der Ausläufer des Pazifischen Feuerrings berührt den Nordosten Indonesiens. In diesem Gebiet gibt es also viele Naturgewalten, die die dichte Bevölkerung bis heute heimsuchen. Die Folgen der Tsunamis arten hier katastrophal aus! Da die Menschen keine Warnsysteme entwickelt haben und somit keinerlei Informationen erhalten. Es trifft sie plötzlich und unglaublich schrecklich! Daher ist die Idee eine sehr gute, Frühwarnsysteme für diesen Ort der Welt zu entwickeln, denn vielleicht könnte man ja so viele Menschenleben retten – oder?

Das hat sich auch Deutschland gedacht und hat sich bedeutend an der Entwicklung und dem Ausbau von Warnsystemen beteiligt. Man möchte meinen, dass diese Hilfsbereitschaft auch mehr als zurreichend umgesetzt wird, denn ca. 100 Millionen Euro sind eine immense Investition. Aber die Bilder sprechen für sich: Verbeult, zerkratzt und alt. So sehen die Tsunami-Bojen aus. Keine einzige ist in Betrieb. Aber wieso werden etliche Millionen Euro ausgegeben und dann stehen die teuren Geräte nur rum und kommen nicht zu ihrem äußerst wichtigen Einsatz? Da schmeißt man das Geld zum Fenster raus. Es liegen Informationen vor, dass eine der neun deutschen Bojen bei einer Schiffskollision verschollen ist, vier beschädigt sind, eine noch unbenutzt und von dreien keine Spur ist! Die indonesische Regierung scheint keinerlei Gedanken zu daran zu verschwenden, die Hightechgeräte zu warten, vielmehr binden die Fischer ihre Boote an die Frühwarnsysteme.

Es zeigt sich aber, dass die Bojen mit ihrer Vorwarnzeit von wenigen Minuten für Indonesien eher unzureichend sind und andere Messinstrumente wie die hochpräzisen GPS-Empfänger wesentlich besser sind. Von diesen sind in Indonesien rund 160 Exemplare zu finden. Leider wurde nur 3 Millionen Euro von den 45 Euro zu deren Herstellung gebraucht. Die restlichen Millionen betrachte man als Lehrgeld! Schade, dass sich die Technologie so schnell entwickelt und man oft einen hohen Preis dafür zahlen muss, zumal die kostspieligen Geräte so schnell an Wert verlieren, man aber trotz alledem so hohe Ausgaben hatte.

 
 

United Technologies Corporation holt zum Gegenschlag aus!

26 Sep

Der US-amerikanische Konzern ist ein international vertretener Hersteller von Technologieprodukten und rangiert auf Platz 126 der Weltrangliste der größten Unternehmen! Die milliardenschwere Firma musste nun hinnehmen, dass der Staat seine Verteidigungsausgaben gekürzt hat. Das ist natürlich ein herber Schlag ins Gesicht für den Produzenten, der sich vorwiegend um diese Geschichten kümmert und in dem Staat seine Haupteinnahmequelle gesehen hat. Aber United Technologies lässt das nicht auf sich sitzen und holen gekonnt aus, indem das Unternehmen jetzt für 16,5 Milliarden Dollar den Flugzeugzulieferer Goodrich aufkauft. So wird schlagartig eine Präsenz im Flugzeuggeschäft gemeistert: denn Goodrich ist Technikzulieferer für Airbus und Boeing. Zwei riesen Vögel in einem Netz!

Für einen Preis von 127,50 Dollar pro Aktie (die Woche davor stand der Kurs noch bei 93 Dollar das Papier!) und der Übernahme von 1,9 Milliarden Dollar an geschätzten Schulden stimmte Goodrich zu.

So schafft es United Tech gleichzeitig eine Unabhängigkeit vom Verteidigungsgeschäft zu erwirken und die zunehmenden Nachfragen im Flugzeuggeschäft aufzufangen! Denn mittlerweile ist der Bedarf nach spritsparenden Flugzeugen riesen groß und füllt schon die Bücher der Zulieferer!

 

 

Erschreckende News rund um die Wirtschaft

13 Sep

Neben Flutkatastrophen, Explosionen und Revolutionen in der Bevölkerung, die in internationalen Befreiungskriegen ausarten, hören wir vermehrt, wie nahe ganz Europa, nein Amerika, nein die Welt vor einer drohenden Pleite steht. Es scheint, als würde die Uhr ticken und zwar nicht zu unseren Gunsten. Eine Horrormeldung nach der anderen jagt den DAX in die Tiefe und lässt nicht nur die Börsenmakler fassungslos und starr vor Entsetzen in ihren Stühlen verharren. Doch wann haben wir wirklich mit dem großen Breakdown, mit dem einen Untergang zu rechnen? Foltern wir uns nicht gerade mit immer schlimmeren Prognosen? Amerika zeigt mit dem Finger auf Europa, Europa mit dem Finger auf Griechenland, so dass Länder wie Portugal, Spanien schon fast wieder vergessen sind in ihrer Not. Jeder unterstreicht die Wichtigkeit für das gesamte Wirtschaftssystem und die tiefgreifenden Verbindungen von Euro und Dollar.

Da helfen keine Rufe nach dem Rauswurf Griechenlands aus dem Euro. Das wäre zum einen nur bedingte Schadensbegrenzung, wenn überhaupt und zum anderen: Was um Gottes Willen ist Europa dann? Ein Bund aus Ländern, die sich jederzeit, wenn es Probleme gibt, rauskicken? Die sich gegenseitig im Stich lassen? Etwas höhere moralische Standards hätte ich unseren Staatsoberhäuptern schon zu getraut.

Aber das ist noch nicht genug: einer, der wohl erfolgreichsten deutschen Management-Exporte, Carl-Peter Foster verlässt sehr unerwartet den indischen Autokonzern Tata Motors, nachdem er dessen Gewinn im vergangenen Jahr schlicht verdreifacht hat.

In dem Handelskonzern Metro tobt ein unausgeglichener Machtkampf zwischen einem Großaktionär und dem Metro-Chef Eckhard Cordes. Dieser wurde strikt gebeten, den Konzern zu verlassen und soll im September abdanken.

Die Scheidung von Suzuki und VW ist offiziell! Die Japaner wollen nach mehreren Ehekrisen nicht mehr mit dem deutschen Automobilkonzern ein Bett teilen. Dies sei zu eng.

Und jetzt zum Schluss noch, dass jeder von uns auch ja gut schlafen kann, verkündet EON, dass jeder zweite Mitarbeiter am Hauptsitz den Riesenkonzern verlassen soll. In der Zentrale in Düsseldorf werden jetzt die Reihen ausgedünnt, denn es sollen nach derzeitigen Vorüberlegungen zwischen 40 und 50 Prozent der Arbeitsplätze ausradiert werden. Wenn die Hiobsbotschaften weiterhin in so einer Menge eintreffen, dann wird der Ausgang dieses Jahres wohl kaum zum Feiern veranlassen. Und auch nur, um sich auf einen Neubeginn zu freuen, mit dem wir vielleicht alle wieder mehr zusammen halten, anstatt die Schuld immer bei dem jeweils anderen zu suchen.

 

Steve Jobs kündigt Rücktritt an

25 Aug

Wenn ein einzelner Mann unersetzbar und zum iGod wird, dann ist das sehr, sehr gefährlich für das gesamte Unternehmen in dem Gewässer der Technologie-Haie. Wenn Apple gleich Steve Jobs und Steve Jobs gleich Apple ist, dann bringt es nichts, dass er seine Firma zu dem wertvollsten und erfolgreichsten Konzern der Welt etabliert hat.

Apple ist eine Maßanfertigung ganz einzig und allein für Jobs. Der an Krebs erkrankte Firmengründer sieht sich jedoch gezwungen, zurück zutreten und den Weg für Tim Cook, den bisherigen Vize-Jobs, frei zu machen. Er zieht sich zurück und lässt Apple als Freiwild in dem Haifischbecken allein weiterschwimmen. Als von der New York Times betitelter iGod ist Jobs der Alleinherrscher über Apple, trägt die gesamte Verantwortung für die 35.000 Mitarbeiter. Kann es also nach ihm weiter gehen? Der Einfall der Appleaktien an der Börse zeigt eher in die Tiefe als in eine neue glänzende iZukunft.

Jobs hat es als brillanter Visionär verstanden, der Menge puristische Individualität zu verleihen. Schafft das auch Cook als Zweitbesetzung? Überall macht sich Zweifel breit. Doch ist Apple nicht so ein weltweit anerkanntes und gefeiertes Unternehmen? Kann man sich eine neue Generation ohne iPods überhaupt vorstellen? Ist diese Marke nicht schon so etabliert, dass sie einen unanfechtbaren Designstatus in der Gesellschaft einnimmt? Wir werden sehen, ob es überhaupt Loyalität in einer immer schnelllebigeren, technologie-geilen Welt gibt.

 

Der ifo-Geschäftsklimaindes fällt stark

24 Aug

Heute kamen die neuen Berechnungen für den ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat August heraus. Leider weist dieser keine so positive Tendenz mehr auf. Sehr stark ist der gesamte Index gesunken. Sowohl die aktuelle Geschätfslage als auch die Geschäftserwartung sind deutlich zurückgegangen. Somit muss also erwartet werden, dass das zweite Halbjahr 2011 nicht so gut wird wie zuerst gedacht.

Man muss allerdings beachten, dass die deutsche Realwirtschaft momentan noch sehr gut läuft. Dies deutet auch der hohe Wert des Geschäftsklimaindexes an. Doch ist die Tendenz nun deutlich in die Richtung nach unten. Vor allem die Erwartungen liegen derzeit deutlich unterhalb der aktuellen Geschäftslage. Dies deutet darauf hin, dass die Unternehmen weniger Aufträge erhalten haben, bzw. davon ausgehen noch weniger Aufträge zu bekommen. Allerdings muss man trotzdem auch bedenken, dass der ifo-Index einen absoluten Höchststand nach dem anderen gejagt hat. Es war klar, dass dies irgendwann ein Ende haben muss. Dies ist nun erreicht. Überraschend für die Analysten ist jedoch nur, dass der Rückgang der Werte so drastisch ausfällt. Damit hatten die wenigsten gerechnet.

Nun scheint es also so zu sein, dass sich auch die deutsche Wirtschaft den internationalen Turbulenzen nicht mehr entziehen kann.Jedoch besteht noch kein Grund zur Unruhe. Zyklen sind ganz normal und helfen dabei die Wirtschaft zu reinigen und zu stärken. Nur ist zu hoffen, dass keine globale Krise ausbricht und keine größeren Länder pleite gehen. Denn dann wäre die gesamte Weltwirtschaft betroffen und es würde zu einer großen Abschwächung der Wirtschaftsleistung kommen.

 
 

Und es geht tief in den Abgrund!

05 Aug

Es geht konstant steil nach unten mit dem Dax und die panik der Allgemeinheit ganz nach oben. Panik bricht aus und Verkäufe werden blitzartig getätigt. Der Dax verliert kurzzeitig ca. 3 Prozent.

Die Angst hemmt nicht, sondern lässt schnell möglichen Balast abwerfen. Die weltweiten Börsenmärkte fürchten, dass die Schuldenkrise weiterhin und noch schlimmer eskaliert. Die Kurse brechen ein und der Deutsche Aktienindex (Dax) verliert anfangs rund 4 Prozent und pendelt sich im Laufe der Handelszeit bei 3 Prozent ein. Der Tiefenrausch des Daxs hält nun schon seit 8 Tagen an und er büßt seither 15 Prozent an Wert ein. Ebenso widerfährt es dem FTSE-100 in London und dem CAC-40 in Paris, die letzten freitagmorgen  3 Prozent minus verzeichnen. Die Folgen sind am ganzen europäischen Markt zu beobachten. Den Spurt und somit Rekord legt der europäische Stoxx50 mit einer Talfahrt von 10 Tagen hin. Nun schalten sich Frankreich, Spanien und Deutschlad zusammen und berufen eine Krisensitzung ein. Die Staatsoberhäupter seien alle alamiert und ein Telefonat geplant.

Auch Italien verliert neben Spanien immer mehr das Vertrauen ihrer Anleger, denn diese zweifeln immer mehr an der Zahlungsunfähigkeit der einzelnen Länder. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso trug ebenfalls zur allgemeinen Beunruhigung bei, indem die 17 Euro-Staaten dazu aufforderte,  dringend eine erneute Aufstockung des Krisenfonds in ihre Überlegungen miteinzubeziehen.

Es bleibt weiterhin wie russisches Roulette und sehr ungewiss ob Europa es schafft das Ruder noch rumzureißen und einen sicheren Absprung aus dem Schuldenfiasko meistert