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Der Amerikanische Traum wird zum Alptraum

02 Sep

Die USA sind in dem vergangenen Jahrhundert zum wohl mächtigsten und wirtschaftlich einflussreichsten Land aufgestiegen. Doch die Finanzkrise und die Rezession geben den sonst so treuen und patriotischen US-Bürgern zu denken und sähen die ersten Zweifel. Der wirklich gelebte Traum „from dishwasher to millionaire“ durch Fleiß, Mut und Willen konnte in dem letzten Jahrhundert zwar erreicht werden, jedoch nur durch eigene Kraft. Keine Hilfe vom Staat. Jeder musste für sich selbst und die Seinen die Verantwortung übernehmen. Auch das „Leben auf Pump“ hat mit der Wirtschaftskrise genauso eine Ende gefunden wie der Amerikanische Traum. Die zahllosen Kredite für Häuser, Autos, Möbel und Studiengebühren werden jetzt eingefordert und stürzen viele Amerikaner in eine heillose und verzweifelte Situation. Die offizielle Arbeitslosenquote verharrt bei hohen 9,5 %.  Auch die so untypische Langzeitarbeitslosigkeit ist in den letzten Jahren explodiert, will heißen von einer Millionen auf 6,8 Millionen. Dazu kommt, dass es fast zu keinen Neueinstellungen mehr kommt, sondern die Leute immer öfter den Stiefel spüren.

Doch die US-Politik will dagegen lenken und schlägt einen völlig traditionsfreien neuen Weg ein, welcher auf MEHR Staat und WENIGER Eigenverantwortung beruht. Diese Politik des billigen Geldes (niedrige Zinsen) hat aber genau die Wirkung, dass der Ausstieg aus dem leben auf Pump unattraktiv wird und das Sparen nicht sinnvoll erscheint. Wäre da eine Rückbesinnung auf dem American Way nicht vorteilhafter? Die einstigen Siedler sind ja auch schon aus Europa geflohen – der Freiheit hinterher. Dieser Glaube an die eigene Selbstbestimmung hat doch Amerika so stark werden lassen.

Kann man einen sehr europäischen Gedanken denn wirklich auf amerikanischem Boden einpflanzen und hat das nicht noch einen viel weitreichenden Identitätsverlust Amerikas zur Folge? Ausgestanden ist das Finanzübel noch nicht und daher bleiben noch vielerlei Lösungen zum ausprobieren.

 

Nichts da mit Wirtschaftskrise: Intel übernimmt McAfee

19 Aug

So eine Wirtschaftskrise kann zwar extrem nerven, hat aber auch ihre guten Seiten. Zum Beispiel, wenn sie zu Ende geht. Der Chiphersteller Intel profitierte nun davon, dass mit dem Ende der Krise die Kauflust von Unternehmen für Computer wieder steigt. Folge war ein Rekordgewinn im letzten Quartal für das Unternehmen aus Kalifornien. Intel ist mit Sicherheit einer der Profiteure der Krise.

Und was macht ein Unternehmen, das saftige Gewinne einfährt? Es expandiert. So verwundert es kaum, dass Intel nun ein dickes Übernahmegeschäft klar gemacht hat. Der weltweit größte Hersteller von Computerchips übernimmt einen der größten Produzenten von Sicherheitssoftware – Intel schluckt McAfee. Kostenpunkt der Transaktion sind schlappe acht Milliarden Dollar. Intel bietet McAfee mit 48 Dollar pro Aktie knapp 60 Prozent mehr als den Schlusskurs vom Mittwochabend. Klingt nach einem fairen Deal.

 

McKinsey – BCG – Accenture

05 Aug

– Eine Auswahl an Top Consulting Firmen –

Immer mehr junge Leute tendieren dazu, sich ein wirtschaftsorientiertes Studienfach auszusuchen und landen meistens bei BWL, VWL, Wirtschaftsinformatik etc. Aber wo wollen sie hin? Schon zu Beginn des Studiums wird sich eine Karriere bei den Top Unternehmensberaterfirmen ausgemalt und sehnlichst erwünscht. Hier werden drei der führenden Firmen unter die Lupe genommen.

McKinsey & Company – eine in 52 Ländern sitzende Unternehmens- und Strategieberatungsfirma, die wahrscheinlich DIE bekannteste Firma in der Consultingwelt ist. Mit über 9.000 Beratern, insgesamt ca. 14.500 Mitarbeitern und mehr als 1.100 Partnern hat sie ihren Sitz in New York City.

1926 wurde die Beratungsgesellschaft von James Oscar McKinsey in Chicago gegründet.

Nach eigenen Angaben berät McKinsey zwei Drittel der 1.000 größten amerikanischen und die eindeutige Mehrzahl der im DAX vertretenen deutschen Unternehmen. Klienten sind aber auch von privater Natur oder öffentliche Institutionen.

Hier gilt für die „Firmenphilosophie“ das knallharte Prinzip „UP OR OUT“, was so viel bedeutet, wie entweder du wirst in gewissen Zeitabständen befördert und trägst aktiv dazu bei, dass die Effizienz des Unternehmens sich zunehmend verbessert oder du verlässt die Firma.

Ob das jetzt moralisch vertretbar ist, oder nicht, bleibt fragwürdig. Auf jeden Fall ist es effizient und steigert das Arbeitsbewusstsein der Mitarbeiter in jeder Hinsicht.

BCG – Boston Consulting Group

Im Jahr 1963 gegründet ist die BCG deutlich jünger als MCKinsey und ist mit 69 Büros in 40 Ländern vertreten. 1975 wurde das erste deutsche Büro in München eröffnet.

Im Eigentum der Partner weltweit umfasst die deutsche Partnergruppe mehr als 100 Geschäftsführer und beschäftigt in Deutschland und Österreich 865 Berater (2009, Jahresdurchschnitt). Typische BCG Funktionen sind neben Corporate Development, Global Advantage, Information Technology, Marketing and Sales, sowie Operations, Organization und Strategy.

Das bekannteste Konzept der Boston Consulting Group ist die Portfolio-Matrix (auch BCG-Matrix). Dieses strategische Konzept dient als Grundlage für unternehmerische Investitionsentscheidungen. Ermittelt werden auf Basis der Erfahrungskurve Sollgrößen des Kapitalflusses zwischen den verschiedenen Unternehmenseinheiten. Angezeigt wird auf vier Feldern entlang zweier Achsen der notwendige Bedarf an Cash für eine bestimmte Investition und andererseits die Möglichkeit mit dieser Investition Cash zu erwirtschaften. (Marktwachstum und relativer Marktanteil werden hier widergespiegelt)

Accenture – das jüngste Consultingkind im Bunde wurde zwar eigentlich 1989 gegründet, aber Accenture ist erst mit dem 1. Januar 2001 aus der Unternehmensberatung Andersen Consulting entstanden. Der Name Accenture ist ein Kunstwort aus Accent on the future.

Der Firmensitz liegt im irischen Dublin, obwohl es eine US-amerikanische Unternehmungsberatung ist.

Accenture beschäftigt weltweit ca. 177.000 Mitarbeiter und hat sich vor allem auf das Gebiet der strategischen Unternehmensberatung und der Prozessentwicklung spezialisiert.

Als junges Unternehmen ist der Geist sehr stark auf die Zukunft und Flexibilität gerichtet. Accenture ist ein Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister.

 

Aldi-Gründer stirbt: Nachruf auf das Mysterium Theo Albrecht

28 Jul
NORTHWICH, UNITED KINGDOM - JULY 03:  An Aldi discount supermarket on 3 July, 2008 in Northwich, England . Whilst most of the UK's leading supermarkets and grocery stores are battling hard for their market share, discount supermarkets Aldi and Lidl are seeing an increase in profits as middle class consumers fighting the credit crunch search out bargains as reported by TNS Worldpanel.  (Photo by Christopher Furlong/Getty Images)

Theo Albrecht ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Dass ein Mensch in solch einem gesegneten Alter verstirbt, ist ja nichts ungewöhnliches. Würde es sich bei Theo Albrecht nicht um einen der reichsten Männer der Welt handeln, über den so gut wie nichts bekannt war. Genau wie sein Bruder Karl, mit dem zusammen er den Discounter ALDI gegründet und groß gemacht hatte, lebte Theo Albrecht völlig zurückgezogen von der Öffentlichkeit. Er galt als äußerst sparsam, fast schon geizig, ging nie auf öffentliche Veranstaltungen und ließ sich niemals fotografieren.

Die paar wenigen Fakten, die über Theo Albrecht bekannt sind, lesen sich so. Er kam 1922 in Essen zur Welt. Der Vater war Bergmann, die Mutter betrieb einen kleinen Lebensmittelladen. In diesem absolvierte der Sohn eine Lehre. 1946 übernahmen Theo und sein Bruder Karl den elterlichen Laden und bauten ihn aus. In den nächsten Jahren ging es mit dem Albrecht’schen Geschäft steil bergauf: Erst konnten sie sich einen größeren Laden kaufen, dann weitere Filialen eröffnen und schließlich eine richtige Kette werden.

1950 besaßen die Albrecht-Brüder bereits 31 Läden herkömmlicher Prägung. Das heißt, es waren im Gegensatz zu den Discount-Supermärkten von heute noch Bedien- oder Krämerläden. 1960 waren es bereits über 300 Läden in ganz Deutschland. Um den bürokratischen Anforderungen Herr zu werden (und wohl auch, um Steuern zu sparen), teilten die Brüder den Konzern in diesem Jahr in einen Nord- und einen Südzweig auf. Theo übernahm den Norden. 1962 schließlich bekam der Konzern einen neuen Namen, um das neue Verkaufskonzept zu illustrieren: Die herkömmlichen Läden hatten ausgedient, die Zukunft gehörte den Discount-Supermärkten. Aus Albrecht wurde Aldi – „Albrecht-Discount“.

Das Prinzip: Anstatt wie andere Supermärkte Markenware in mehrfacher Ausführung anzubieten, verfolgten die Albrechts den Grundsatz „Discount ist die Kunst des Weglassens“. Die Aldi-Märkte waren und sind immer noch spartanisch eingerichtet und bieten billige Ware an. Der Erfolg war gigantisch. Aldi expandierte in den folgenden Jahrzehten erst nach ganz Deutschland, dann in die ganze Welt. 7.000 Filialen betreibt der Konzern in Europa, 1.200 in Australien und den USA. Theo Albrecht verfügte zum Zeitpunkt seines Todes, ebenso wie sein Bruder Karl, über ein geschätztes Privatvermögen von 17 Milliarden Euro.

1993 zog sich Theo aus dem operativen Tagesgeschäft zurück – im stolzen Alter von 71 Jahren – und wurde Privatier. Zu jenem Zeitpunkt hatte er den schlimmsten Teil seines Lebens bereits hinter sich. 1971 wurde er entführt und erst nach 17 Tagen gegen Zahlung eines Lösegelds freigelassen. Für wenige Tage war der ansonsten völlig zurückgezogen lebende Multi-Millionär in den bundesweiten Schlagzeilen. Die Fotos, die nach seiner Freilassung entstanden, waren lange Jahre die letzten, die von dem Unternehmer existierten. Erst 1987 gelang es einem Reporter, die beiden Brüder gemeinsam zu fotografieren.

Das war’s. Man wusste nichts über diesen Theo Albrecht, genauso wenig über seinen Bruder. Er hinterlässt eine Frau und zwei Söhne, Theo Junior und Berthold, die in der Firmenleitung von Aldi Nord tätig sind. Nun ist er der zweitreichste Mann Deutschlands im Alter von 88 Jahren gestorben. Man wusste nie viel von ihm und wird auch jetzt nicht viel mehr erfahren. Theo Albrecht wird für immer ein Mysterium bleiben.

 

Willkommen bei den Finanzfreunden!

20 Jul

Die Welt der Finanzen ist eine komplexe und teils auch verwirrende. Aber spätestens seit Beginn der globalen Finanzmarktkrise im Jahr 2008 ist sie voll in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Wir wollen dazu beitragen, die Fäden zu entwirren und etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Darüber hinaus sollen natürlich aktuelle Themen aus der Finanzwelt behandelt und kommentiert werden. Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch bald wieder rein!

 
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