Wenn ein einzelner Mann unersetzbar und zum iGod wird, dann ist das sehr, sehr gefährlich für das gesamte Unternehmen in dem Gewässer der Technologie-Haie. Wenn Apple gleich Steve Jobs und Steve Jobs gleich Apple ist, dann bringt es nichts, dass er seine Firma zu dem wertvollsten und erfolgreichsten Konzern der Welt etabliert hat.
Apple ist eine Maßanfertigung ganz einzig und allein für Jobs. Der an Krebs erkrankte Firmengründer sieht sich jedoch gezwungen, zurück zutreten und den Weg für Tim Cook, den bisherigen Vize-Jobs, frei zu machen. Er zieht sich zurück und lässt Apple als Freiwild in dem Haifischbecken allein weiterschwimmen. Als von der New York Times betitelter iGod ist Jobs der Alleinherrscher über Apple, trägt die gesamte Verantwortung für die 35.000 Mitarbeiter. Kann es also nach ihm weiter gehen? Der Einfall der Appleaktien an der Börse zeigt eher in die Tiefe als in eine neue glänzende iZukunft.
Jobs hat es als brillanter Visionär verstanden, der Menge puristische Individualität zu verleihen. Schafft das auch Cook als Zweitbesetzung? Überall macht sich Zweifel breit. Doch ist Apple nicht so ein weltweit anerkanntes und gefeiertes Unternehmen? Kann man sich eine neue Generation ohne iPods überhaupt vorstellen? Ist diese Marke nicht schon so etabliert, dass sie einen unanfechtbaren Designstatus in der Gesellschaft einnimmt? Wir werden sehen, ob es überhaupt Loyalität in einer immer schnelllebigeren, technologie-geilen Welt gibt.
