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Gemeines Ausnutzen von Ein-Euro-Jobs

02 Dez

Sie sollen zusätzlich zu ihrem Hartz IV die Möglichkeit haben, Arbeit zu verichten. Aber nur solche, die im öffentlichen Interesse liegt. Fast 158 000 Hartz VI Empfänger polieren ihr Arbeitslosengeld durch Ein-Euro-Jobs auf. Sie helfen, die Stadt zu säubern, sind im Kindergarten als unterstützende Kräfte oder in Heimen angestellt. Nun hat sich aber herausgestellt, dass es sich meistens nicht um sogennate unterstützende Stellen handelt, die zusätzlich Aufgaben verichten sollen, sondern ganze Arbeitsstellen ausfüllen.

 

Die Ein-Euro-Jobs unterscheiden sich also nicht von herkömmlich Arbeitsstellen. So wird Schindluder mit den billigen Arbeitskräften getrieben. Denn diese bekommen in der Regel nicht mehr als 1,50 Euro die Stunde! Die Liste der Anklagen erstreckt sich nicht nur auf die Arbeitsgeber, sondern auch auf die Jobcenter, welche den Harzt VI Empfängern einfach irgendwelche Jobs verschaffen. Das hat zur Folge, dass Prüfungsgruppen des Arbeitsministeriums die Bundesagentur für Arbeit kontrollieren müssen. Seit 2008 werden also die Arbeitsweisen bei der Jobvergabe in den einzelnen Jobcentern beaufsichtigt!

 

Hartz VI ist ja immer ein großer Streitpunkt in der Politik und Ein-Euro-Jobs führen sowieso zu Streitigkeiten. Ist es wirklich gerechtfertigt, Leuten für annehmbare Arbeiten einen so geringen Lohn zu bezahlen? Dem nicht genug, jetzt bekommen Hartz VI Empfänger reguläre Stellen, die ausgebildeten Personen gehören, und der Arbeitsgeber hat geringere Ausgaben und lacht sich ins Fäustchen! Wo sind wir denn? Die Verteidigung der Bundesagentur lautet, die Bedingungen für Ein-Euro-Jobs abzuschaffen und den Hartz VI Empfängern die Möglichkeit einzuräumen,, sich wieder in die Arbeitswelt integrieren zu können! Aber ist das gerechtfertigt? Also wenn jemand 1. die gleiche Arbeit verrichtet, wie jemand der dafür eine Ausbildung auf sich genommen hat, und dafür einen nicht zu erwähnenden Betrag erhält? Und 2. Arbeitssuchende, die für die Arbeiten qualifiziert sind, die Stelle nicht bekommt, weil der Arbeitsgeber lieber jemanden hat, den er unterbezahlt an der Angel hat?

 

Zum einen soll natürlich der Einstieg in die Arbeitswelt für die Arbeitslosen leichter gemacht werden, aber wenn eigentlich alle Parteien mit leeren Händen rausgehen, frage ich mich, ob dieser Missbrauch der Ein-Euro-Jobs wirklich so gesellschaftsfördernd ist!

 

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