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Archive for the ‘Wirtschaftsnews’ Category

Wirtschaftnews

06 Mrz

(1) Möglicher Kreditbetrug bei früherem Porsche-Vorstand!

Da fragt man sich doch, warum ausgerechnet die, die am meisten Geld schäffeln, auch noch betrügen und lügen müssen? Schlägt man die Süddeutsche Zeitung oder den Spiegel auf, so findet man genügend Geschichten über die Staatsanwaltschaft und ihre vielen Ermittlungen in der Wirtschaft.

Dieses Mal soll es drei frühere Vorstände des Automibilherstellers Porsche an den Kragen. Anscheinend haben diese drei Musketiere Banken geprellt, also falsch über ihre Geldgeschäfte informiert. Ebenso soll ein Zusammenhang mit einem Milliardenkredit bestehen. Während die Hintergründe zu der Schlammschlacht um den Konzern Volkswagen immer weiter aufgerollt und hinterfragt werden, gerät Porsche zunehmend unter Druck.

(2) Weiterhin Streik im öffentlichen Dienst!

Mehrere Norddeutsche greifen lieber zu den Bannern, gehen auf die Straße oder bleiben lieber daheim – von der Arbeit eben. Und Verdi unterstützt die Streikleute! Viele Beschäftigte von Bund und Kommunen weigerten sich in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und in Baden-Württemberg die Arbeit aufzunehmen.

(3) Naturkatastrophen reißen ein überdimensional großes finanzielles Loch in die Finanzkassen der Versicherungen. Der gesamte Schaden von Tsunamis, Überschwemmungen und co soll sich auf 380 Milliarden Dollar belaufen.

 

Wie die neue Eilbedürftigkeit zu einer schrumpfenden Demokratie führen kann!

28 Feb

 

Schockierende Neuigkeiten! Kanzlerin Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble wollten im Namen der EU-Rettungsmaßnahmen das entscheidungskräftige Parlament auf nur neun Abgeordnete schrumpfen lassen. Diese neun Personen sollten aufgrund der Eilbedürftigkeit im Geheimen über Millionenausgaben entscheiden. Nicht mehr das Plenum des Bundestages mit seinen 620 Mitgliedern, sondern poblige neun Abgeordnete haben die Entscheidungsgewalt inne. Nenn sich das Demokratie? Nein! Das hat sich auch das Bundesverfassungsgericht gedacht und diese neue Art der Demokratie als verfassungswidrig erklärt.

Am 7. September 2011 wollte das Verfassungsgericht eigentlich das Parlament stärken und in EU-Krisenentscheidungen festigen. Nun hatte es aber ganz im Gegenteil das Parlament im Namen einer Vertraulichkeit oder hohen Eilbedürftigkeit an seiner Entscheidungsgewalt gehindert und hat den Weg für eine Reduzierung, ja eine Minimierung der Demokratie ermöglicht! Nun wurde der Fehler zwar wieder rückgängig gemacht, aber es bleibt immer noch ein kleines Schlumpfloch für die neun Reiter geöffnet. Wenn schon emittierte Staatsanleihenaufgekauft werden sollen, dann darf der Zwergenrat zusammenkommen und demokratisch darüber entscheiden.

Zur Rettung des Euro werden Maßnahmen herangezogen, die einer Demokratie nicht würdig erscheinen. Wie soll man Europa und den Euro retten, wenn man die grundlegendsten Richtlinien außer Acht lässt und beiseite schiebt? Kann hinter einem Deckmantel einer Vertraulichkeit wirklich weiterhin demokratisch gespielt werden, wenn die Sachen im Geheimen geregelt und verabschiedet werden? Demokratie bedeutet doch nicht im Hinterkämmerchen die volle Entscheidungsgewalt zum Einsatz zu bringen!

 

Schicksalstage für Kodak!

06 Feb

 

Das populäre Kodak-Theater, eine Institution, in dem jährlich die weltweit größte Filmfest-Verleihung stattfindet – die Oscars. Am 26. Februar diesen Jahres wird wieder der meterlange rote Teppich ausgerollt, auf dem die Größten der Großen in edlen Roben drüber spazieren und sich dem Paparazzi-Blitzlichtgewitter stellen werden. Die wichtigste Auszeichung wird an die strahlenden Gewinner vergeben und die Verleihung der goldene Himbeere steht auch schon fest – der größte Verlierer: Kodak. Denn seit dem 7. Dezember 2011 steht die Kodak-Aktie unter einem Dollar und die Firma ist eine Last für die glamoröuse und prunkvolle Veranstaltung geworden. Der einstmals Riesen-Konzern kann sich das Namenssponsoring nicht mehr leisten, denn der ehemalige und jahrzehnte lange Technologieführer meldete am 19. Januar 2012 Insolvenz an. Nach 132 Jahren tüchtigen Fortschritts und Erfolgsquoten muss nun der einstige Marktführer in Sachen Film und Kamera seinen Rücktritt aus der Wirtschaft anmelden. Traurig aber wahr, denn wer heute seine alten Fotoalben durchblättert, der wird mit Sicherheit einige Fotos mit einer Kodak oder einem Kodak-Film geschossen haben.

Da haben die Umstrukturierung, strategische Neuausrichtung und die drastische Reduzierung der Mitarbeiterzahl 2010 auch nichts geholfen, denn der revolutionäre Pionier wurde durch andere Revolutionen schlichtweg überrannt und letzten Endes dem Erdboden gleich gemacht. Und mit der Entwicklung der Fotohandys bewirken die 375.081 Likes auf Facebook auch nichts mehr. Die Talfahrt und die darauffolgende Konkursmeldung bei Kodak ist kein Einzelfall, denn durch unsere ständig sich im Wechsel befindenden Gesellschaft, die sich eigentlich jeden Tag eine neue Unterhose anzieht, sind neue Technolgien morgen schon wieder hinfällig und aufkommende Produkte spielen sich gegenseitig den Rang ab, bis sie durch eine noch viel modernere Erfindung ausgetauscht werden und die Mitarbeiter einstiger Marktanführer um ihre Jobs bangen müssen.

 

 

Gemeines Ausnutzen von Ein-Euro-Jobs

02 Dez

Sie sollen zusätzlich zu ihrem Hartz IV die Möglichkeit haben, Arbeit zu verichten. Aber nur solche, die im öffentlichen Interesse liegt. Fast 158 000 Hartz VI Empfänger polieren ihr Arbeitslosengeld durch Ein-Euro-Jobs auf. Sie helfen, die Stadt zu säubern, sind im Kindergarten als unterstützende Kräfte oder in Heimen angestellt. Nun hat sich aber herausgestellt, dass es sich meistens nicht um sogennate unterstützende Stellen handelt, die zusätzlich Aufgaben verichten sollen, sondern ganze Arbeitsstellen ausfüllen.

 

Die Ein-Euro-Jobs unterscheiden sich also nicht von herkömmlich Arbeitsstellen. So wird Schindluder mit den billigen Arbeitskräften getrieben. Denn diese bekommen in der Regel nicht mehr als 1,50 Euro die Stunde! Die Liste der Anklagen erstreckt sich nicht nur auf die Arbeitsgeber, sondern auch auf die Jobcenter, welche den Harzt VI Empfängern einfach irgendwelche Jobs verschaffen. Das hat zur Folge, dass Prüfungsgruppen des Arbeitsministeriums die Bundesagentur für Arbeit kontrollieren müssen. Seit 2008 werden also die Arbeitsweisen bei der Jobvergabe in den einzelnen Jobcentern beaufsichtigt!

 

Hartz VI ist ja immer ein großer Streitpunkt in der Politik und Ein-Euro-Jobs führen sowieso zu Streitigkeiten. Ist es wirklich gerechtfertigt, Leuten für annehmbare Arbeiten einen so geringen Lohn zu bezahlen? Dem nicht genug, jetzt bekommen Hartz VI Empfänger reguläre Stellen, die ausgebildeten Personen gehören, und der Arbeitsgeber hat geringere Ausgaben und lacht sich ins Fäustchen! Wo sind wir denn? Die Verteidigung der Bundesagentur lautet, die Bedingungen für Ein-Euro-Jobs abzuschaffen und den Hartz VI Empfängern die Möglichkeit einzuräumen,, sich wieder in die Arbeitswelt integrieren zu können! Aber ist das gerechtfertigt? Also wenn jemand 1. die gleiche Arbeit verrichtet, wie jemand der dafür eine Ausbildung auf sich genommen hat, und dafür einen nicht zu erwähnenden Betrag erhält? Und 2. Arbeitssuchende, die für die Arbeiten qualifiziert sind, die Stelle nicht bekommt, weil der Arbeitsgeber lieber jemanden hat, den er unterbezahlt an der Angel hat?

 

Zum einen soll natürlich der Einstieg in die Arbeitswelt für die Arbeitslosen leichter gemacht werden, aber wenn eigentlich alle Parteien mit leeren Händen rausgehen, frage ich mich, ob dieser Missbrauch der Ein-Euro-Jobs wirklich so gesellschaftsfördernd ist!

 

Der Mindestlohn: Eine heiße Debatte

31 Okt

Kaum zu glauben, die Nachrichten sind gesteckt voll mit kontroversen Diskussionen über den Mindestlohn. Was ist der Mindestlohn überhaupt? Er ist ein festgelegter Betrag des kleinsten und rechtlich zugelassenen Arbeitsentgeltes. Er wird bestimmt durch allgemeinverbindliche Tarifverträge. In Deutschland gibt es noch keine im Gesetzt festverankerte Regelung über den Mindestlohn, daher ist dieser brachenabhängig. Seit Jahren wird nun in Deutschland heftig gestritten, ob ein Mindestlohn nur Jobs kostet oder wirklich etwas bringt.

 

Wenn ich Mindestlohn höre, denke ich an 4,50 Euro die Stunde, wobei die Arbeit immer noch genauso hart und anstrengend ist. Ich denke an den neuen, modernen Sklavenhandel Zeitarbeitsfirma und an einen Stundenlohn, der nicht einmal im Ansatz das abdecken kann, was zu einer normalen Lebensführung gehört. Ist das gerecht? Sollte das wirklich gesetzlich festgeschrieben werden? Oder ist da noch viel mehr dahinter, als man als Laie annimmt?

Was ich aus den Diskussionen herauslesen kann, ist, dass der Staat eine ganze Menge Lohnsubventionen zahlt, damit die Friseurin mit 5,30 Euro die Stunde durch Harz IV unterstützt werden und über die Runden kommen kann. Es soll also ein Länder übergreifender Mindestlohn eingeführt werden, der nicht mehr an einzelne Brachen geknüpft ist, damit dieses ökonomische Problem gelöst wird und jeder durch seine Arbeit überleben kann. Für die Arbeitgeber bedeutet das jedoch, dass jeder – auch mit sehr geringer Qualifikation – einen Job findet. Aber haben diese Menschen nicht auch ein Recht darauf, ihre Familien zu ernähren oder sich selbst einen adäquaten Lebensstandart zu erfüllen? Man sieht also, dass diese Debatte weitreichender ist und auf grundlegende Fragestellungen zurückgeworfen wird! Denn ein höherer Mindestlohn hat zur Folge, dass die menschlichen Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzt werden oder die Produktion ist kostengünstigere Ausland verlegt wird. Und ob das so gut ist für eine niedrige Arbeitslosenzahl, ist ja wohl eher höchst fraglich!

Im November wird dieses heiße Thema von der Union bearbeitet werden: hier steht Kanzlerin Merkel auf Linkskurs. Ein Deutschland weiter Mindestlohn soll angestrebt werden, Dieser soll allgemein bindend sein, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben werden. Wird daraus jemand schlau? Es soll vor allem in den Brachen ein Mindestlohn her, in denen kein tarifvertraglich festgelegter Lohn existiert. Dieser muss sich an das Tarifniveau der Zeitarbeit halten. An den modernen Sklavenhandel so zu sagen. Man wird sehen, wie weit die Politik nächsten Monat kommt und inwiefern ein solches Abkommen durchgesetzt werden kann. Zumal die beiden Seiten nachvollziehbar sind, aber man noch keinerlei Beweise, Statistiken vorweisen kann. Ich bin gespannt!

 

United Technologies Corporation holt zum Gegenschlag aus!

26 Sep

Der US-amerikanische Konzern ist ein international vertretener Hersteller von Technologieprodukten und rangiert auf Platz 126 der Weltrangliste der größten Unternehmen! Die milliardenschwere Firma musste nun hinnehmen, dass der Staat seine Verteidigungsausgaben gekürzt hat. Das ist natürlich ein herber Schlag ins Gesicht für den Produzenten, der sich vorwiegend um diese Geschichten kümmert und in dem Staat seine Haupteinnahmequelle gesehen hat. Aber United Technologies lässt das nicht auf sich sitzen und holen gekonnt aus, indem das Unternehmen jetzt für 16,5 Milliarden Dollar den Flugzeugzulieferer Goodrich aufkauft. So wird schlagartig eine Präsenz im Flugzeuggeschäft gemeistert: denn Goodrich ist Technikzulieferer für Airbus und Boeing. Zwei riesen Vögel in einem Netz!

Für einen Preis von 127,50 Dollar pro Aktie (die Woche davor stand der Kurs noch bei 93 Dollar das Papier!) und der Übernahme von 1,9 Milliarden Dollar an geschätzten Schulden stimmte Goodrich zu.

So schafft es United Tech gleichzeitig eine Unabhängigkeit vom Verteidigungsgeschäft zu erwirken und die zunehmenden Nachfragen im Flugzeuggeschäft aufzufangen! Denn mittlerweile ist der Bedarf nach spritsparenden Flugzeugen riesen groß und füllt schon die Bücher der Zulieferer!

 

 

Erschreckende News rund um die Wirtschaft

13 Sep

Neben Flutkatastrophen, Explosionen und Revolutionen in der Bevölkerung, die in internationalen Befreiungskriegen ausarten, hören wir vermehrt, wie nahe ganz Europa, nein Amerika, nein die Welt vor einer drohenden Pleite steht. Es scheint, als würde die Uhr ticken und zwar nicht zu unseren Gunsten. Eine Horrormeldung nach der anderen jagt den DAX in die Tiefe und lässt nicht nur die Börsenmakler fassungslos und starr vor Entsetzen in ihren Stühlen verharren. Doch wann haben wir wirklich mit dem großen Breakdown, mit dem einen Untergang zu rechnen? Foltern wir uns nicht gerade mit immer schlimmeren Prognosen? Amerika zeigt mit dem Finger auf Europa, Europa mit dem Finger auf Griechenland, so dass Länder wie Portugal, Spanien schon fast wieder vergessen sind in ihrer Not. Jeder unterstreicht die Wichtigkeit für das gesamte Wirtschaftssystem und die tiefgreifenden Verbindungen von Euro und Dollar.

Da helfen keine Rufe nach dem Rauswurf Griechenlands aus dem Euro. Das wäre zum einen nur bedingte Schadensbegrenzung, wenn überhaupt und zum anderen: Was um Gottes Willen ist Europa dann? Ein Bund aus Ländern, die sich jederzeit, wenn es Probleme gibt, rauskicken? Die sich gegenseitig im Stich lassen? Etwas höhere moralische Standards hätte ich unseren Staatsoberhäuptern schon zu getraut.

Aber das ist noch nicht genug: einer, der wohl erfolgreichsten deutschen Management-Exporte, Carl-Peter Foster verlässt sehr unerwartet den indischen Autokonzern Tata Motors, nachdem er dessen Gewinn im vergangenen Jahr schlicht verdreifacht hat.

In dem Handelskonzern Metro tobt ein unausgeglichener Machtkampf zwischen einem Großaktionär und dem Metro-Chef Eckhard Cordes. Dieser wurde strikt gebeten, den Konzern zu verlassen und soll im September abdanken.

Die Scheidung von Suzuki und VW ist offiziell! Die Japaner wollen nach mehreren Ehekrisen nicht mehr mit dem deutschen Automobilkonzern ein Bett teilen. Dies sei zu eng.

Und jetzt zum Schluss noch, dass jeder von uns auch ja gut schlafen kann, verkündet EON, dass jeder zweite Mitarbeiter am Hauptsitz den Riesenkonzern verlassen soll. In der Zentrale in Düsseldorf werden jetzt die Reihen ausgedünnt, denn es sollen nach derzeitigen Vorüberlegungen zwischen 40 und 50 Prozent der Arbeitsplätze ausradiert werden. Wenn die Hiobsbotschaften weiterhin in so einer Menge eintreffen, dann wird der Ausgang dieses Jahres wohl kaum zum Feiern veranlassen. Und auch nur, um sich auf einen Neubeginn zu freuen, mit dem wir vielleicht alle wieder mehr zusammen halten, anstatt die Schuld immer bei dem jeweils anderen zu suchen.

 

Steve Jobs kündigt Rücktritt an

25 Aug

Wenn ein einzelner Mann unersetzbar und zum iGod wird, dann ist das sehr, sehr gefährlich für das gesamte Unternehmen in dem Gewässer der Technologie-Haie. Wenn Apple gleich Steve Jobs und Steve Jobs gleich Apple ist, dann bringt es nichts, dass er seine Firma zu dem wertvollsten und erfolgreichsten Konzern der Welt etabliert hat.

Apple ist eine Maßanfertigung ganz einzig und allein für Jobs. Der an Krebs erkrankte Firmengründer sieht sich jedoch gezwungen, zurück zutreten und den Weg für Tim Cook, den bisherigen Vize-Jobs, frei zu machen. Er zieht sich zurück und lässt Apple als Freiwild in dem Haifischbecken allein weiterschwimmen. Als von der New York Times betitelter iGod ist Jobs der Alleinherrscher über Apple, trägt die gesamte Verantwortung für die 35.000 Mitarbeiter. Kann es also nach ihm weiter gehen? Der Einfall der Appleaktien an der Börse zeigt eher in die Tiefe als in eine neue glänzende iZukunft.

Jobs hat es als brillanter Visionär verstanden, der Menge puristische Individualität zu verleihen. Schafft das auch Cook als Zweitbesetzung? Überall macht sich Zweifel breit. Doch ist Apple nicht so ein weltweit anerkanntes und gefeiertes Unternehmen? Kann man sich eine neue Generation ohne iPods überhaupt vorstellen? Ist diese Marke nicht schon so etabliert, dass sie einen unanfechtbaren Designstatus in der Gesellschaft einnimmt? Wir werden sehen, ob es überhaupt Loyalität in einer immer schnelllebigeren, technologie-geilen Welt gibt.

 

Ein einzig großes Pokerspiel

14 Jul

Da fragt man sich doch als Normalbürger, was denn da gerade so in den Köpfen der Politiker vor sich geht. Merkel, stets auf ihrem geänderten Atomkurs, ist zur besten Repräsentantin der Waffenlobby geworden und wirbt in Angola für deutsche Patrouillenboote oder unterzeichnet mit Saudi-Arabien einen Panzerdeal. Am 2. August soll laut der Presse die USA zahlungsunfähig werden und kann sich somit nach Griechenland, Irland, Portugal, Spanien schön in die Schlange der Hilfsbedürftigen einreihen.

 

Die Schuldengrenze von 14, 3 Billionen Dollar (10 Billionen Euro) ist bereits erreicht. Da scheint es auch nichts mehr zu helfen, dass Regierungspräsident Obama den Parteien im Kongress eine Frist für eine umsetzbare Lösung eingeräumt hat, denn legen eher ein kompromissloses Verhalten an den Tag. Seit Sonntag trifft sich die Regierungsspitze zum täglich einberufenen Schuldengipfel, bei dem knallhart über die drohende Zahlungsunfähigkeit diskutiert wird und Kämpfe ausgefochten werden. Und nun werden Stimmen von außen laut: die Ratingagentur Moody’s droht die Bonitäts-Bestnote „AAA“ für Staatsanleihen zu entziehen und China als der größte Gläubiger der USA zeigt sich mehr als beunruhigt und appellieren, auch im Interesse der Investoren zu handeln. Es gibt viele verschiedene Szenarien, die alle nicht besonders rosig aussehen. Doch sollte die Verhandlungen scheitern, dann gibt es eine gewaltige Explosion, welche auch die weltweiten Finanzmärkte erschüttern wird.

Doch kann es sich Europa gerade leisten, sich mit dem drohenden amerikanischen Untergang auseinander zu setzten? Wir haben selbst genug Dreck vor der eigenen Haustür. Unser Krisenmanagement für die Rettung Griechenlands ist ja wohl auch eher ein Fiasko. Hier schreiten jedoch US-amerikanische Diplomaten ein und kritisieren unsere Vorgehensweise im Falle der Griechen. Zu lange Diskussionen um die privaten Gläubiger sollen eine Lösungsfindung in die Länge schieben und einen notwendig schnellen Ausweg verhindern.

Doch mal ganz ehrlich: diskutieren sie gerade nicht alle? Schmeißen Sie gerade nicht alle mit wirren Ansätzen, nicht umsetzbaren Vorschlägen und irrealen Zielen um sich? Dadurch, dass wir alle im Zeitalter der Globalisierung festhängen, sind wir alle auf unterschiedliche Art und Weise miteinander verbunden und müssen jede Änderung wohl oder über miteinander ausdiskutieren. Aber ist es nicht erschreckend, wie sich unsere Staatsoberhäupter alle sträuben, einen Weg einzuschlagen und schnellen Schrittes voran zu gehen? Vor lauter Angst der nächste könnte der letzte sein, weigern sich die Regierungen eine Entwicklung in der Finanzkrise zu zulassen und schieben ihr Haushalte durch die Gegend.

 

 
 

Es ist wie verhext: Toyota ruft 100.000 SUVs zurück

30 Jun

Und es will einfach nicht aufhören. Der japanische Großkonzern Toyota lässt schon wieder Autos in die Werkstatt zurückrufen. Diesmal sollen 100.000 Lexus und Toyota Highlander zurückgepfiffen werden.

Das Image leidet weiter, als hätte es das 2009 und 2010 nicht schon genug getan, denn damals wurden wegen klemmenden Gaspedalen oder schlechten Bremsen die Autos wieder aufgenommen. Heute liegt das Problem beim Hybridantrieb. Die Autos müssen alle noch einmal geprüft werden. In Deutschland sind nur 1667 Autos betroffen, während in den USA 82.000 Autos wieder zurückgehen. Es handelt sich hier um das Modell Lexus RX 400h, welches ab 24. September 2004 bis 9. August 2006 hergestellt worden ist. Laut dem Konzern dauert eine Überprüfung nur ca. zehn Minuten und eine Reparatur vier Stunden.

Doch es ist erschreckend zu beobachten, dass einer der größten Autobauer sich gezwungen sah, seit 2009 mehr als neun Millionen Autos wieder zurückzurufen. Beurteilt wird dies nach der immer akribischeren Suche nach Fehlern. Der Konzern geht seit dem Gaspedaldebakel noch konsequenter vor. Sie wollen mehr Professionalität zeigen, da sie wirklich besorgt, um das Wohlergehen und das sichere Fahrgefühl ihrer Kunden sind. Toyotakunden schätzen dieses Vorgehen – lieber einmal mehr zurück, als einmal zu schnell gegen die Wand.

Das der Konzern trotz treuer Kunden einen Imageschaden erleidet, ist natürlich nicht auszuschließen. Leute, die der Autobauer noch nicht für sich gewonnen hat, sind eher vorsichtiger und zurückhaltender bei einem Autokauf, wenn es sich um einen Toyotamodell handelt.

Nun kommt noch dazu, dass die Spätfolgen von Erdbeben und Tsunamis in Japan Toyota genauso heimgesucht hat, wie viele andere japanische Großkonzerne. Die Agentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit des Unternehmens um eine Stufe heruntergesetzt – von Aa2 auf Aa3 – was so viel bedeutet, wie „sehr niedrig“. Toyota dürfte wohl noch ein bisschen Zeit brauchen, um sich von den Katastrophen im März, welche zu unglaublich hohen Ausfällen in der Produktion geführt haben, zu erholen.